Jerusalem und das Ende der dritten Woche. . .

Veröffentlicht auf von felix.israel.over-blog.de

Am Mittwoch machten wir uns als Volontäre aus Petach Tikwa (Meine Schekel WG + die Altenheim WG) auf nach Jerusalem. Ich besuchte erst noch Erik bei seiner Arbeit im Altenheim und lernte interessante Bewohner kennen, mit denen ich mich auf alle Fälle noch mal näher beschäftigen möchte. Unter Anderem lernte ich Cham kennen, der in Nazi-Deutschland Ausschwitz, Buchenwald und Sachsenhausen überlebt hat.

Nach seiner Schicht gingen wir zu Altenheim WG und brachen mit den Anderen nach Jerusalem auf. Leider wussten wir vorher nicht, dass wir zu Haltestelle noch mal ca. eine Stunde Fußweg vor uns hatten.

In Jerusalem bemerkten wir, dass unsere kulturelle Unternehmungslust leider an der verbleibenden Zeit scheiterte , denn der Hauskreis in der Hagoschrim Hauptzentrale in der Hagai-Street fing um 19 Uhr mit dem gemeinsamen Essen an. Für den Themenabend war Lea Fleischmann da, eine Jüdin, deren Eltern den Holocaust überlebt hatten und die ihre Kindheit und Jugend in Frankfurt am Main verbrachte. In den 70ern, nach 5 Jahren als Lehrerin, gab sie ihre Existenz in Deutschland auf und wanderte nach Israel aus. Seitdem lebt sie in Jerusalem und ist Schriftstellerin. Sie schrieb das Buch „Dies ist nicht mein Land“, das großes Aufsehen erregte und über ein halbes Jahr auf der Spiegel Bestsellerliste stand.
In ihrer Buchreihe „Das Judentum für Nichtjuden verständlich gemacht“ erschienen die Bücher „Schabbat“, „Rabbi Nachman und die Thora“ und „Heiliges Essen“.

 

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Die Autorin Lea Fleischmann liest aus einem ihrer Bücher. Rechts daneben ist Ingrid Schatz, unsere Volontärsbetreuerin in Jerusalem.

 

 

Nach dem Hauskreis fuhren Rahel und ich mit den Volontären aus den Beit Or (Jonathan, Christina und Christina) in Jerusalem zu deren Wohnung, wo wir unser Quartier für die Nacht errichteten. Nachdem das geschafft war, besuchten wir noch kurz die Volontäre aus dem daneben gelegenen Ilan (Simeon, Kyrill, Eduard und Aaron).

 

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Unser Schlafquartier im Beit Or

 

Am nächsten Morgen fuhren Rahel und ich in  die Altstadt von Jerusalem. Eigentlich  hatten wir vor auf den Tempelberg zu gehen, aber wir hatten leichte Probleme mit dem Bus, sodass wir die Öffnungszeiten von 9-11 Uhr nicht erreichten. Allerdings erfuhr ich später, dass der Tempelberg wegen dem Rammadan sowiso nicht für Touristen geöffnet war.

Also entschlossen wir uns dazu die Stadtmauer zu besichtigen. Zwischen der Nord- und der Südtour machten wir noch eine Trinkpause im Johanniter Hospiz und gingen die Via Dolorosa ab und lasen uns die entsprechenden Texte dazu durch. Die Via Dolorosa (Weg des Schmerzes) stellt in 14 Stationen den Leidensweg Jesu von seiner Verurteilung bis zu seiner Kreuzigung nach.

 

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Auf der Stadtmauer

 

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Rahel auf der Stadtmauer

 

 

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Station vier auf der Via Dolorosa: Jesus begegnet seiner Mutter

"Ihr alle, die ihr des Weges zieht, schaut doch und seht ob ein Schmerz ist wie mein Schmerz, den man mir angetan." (Klgl 1,12)

 

Abends fuhren wir dann mit dem Bus zurück nach Petach Tikwa.

Am Freitag arbeitete ich erst bis um 13 Uhr mit Deborah und dann furhren wir beide mit Jasmin (Ex-Volo) und einigen aus der Altenheim WG nach Tel Aviv. Eigentlich wollten wir da Christian und Erik aus der Altenheim WG treffen, allerdings waren die gar nicht am Strand. Da die anderen sofort nach der Ankunft schon wieder in die Stadt liefen, blieben Deborah (auch liebevoll in der WG Dabsel genannt :) ) am Strand und schliefen :D. Abends ging es zurück mit dem Sherut in unsere WG und wir beide kochten für uns fünf ein Shabbatmahl (Pfifferlingsuppe aus der Tüte und Bruschetta mit Tomaten :P).

Samstagmorgen arbeitete ich erst mit Dabsel und wir beiden spazierten mit Eiden und Shy Shuker in unsere WG ;).

 

IMG_1753--1600x1200-.JPG Unsere WG (hinten: Ich, Lukas, Dabsel, Rahel und Arnim) mit Eiden (links) und Shy Shuker (rechts)

 

 

Abens stand dann wieder das Fußballspiel im Baptist Village an. Diesmal kamen auch Jasmin (Ex-Volo), Charlie (Altenheim WG) und Rahel aus meiner WG mit. Nach anstrengenden und lustigen 90 Minuten bestellten wir Pizza und saßen noch ein wenig auf dem Platz zusammen.

Lobend ist hinzuzufügen, dass wieder einmal alle aus unserer WG unsere Shabbatregel hielten und den Laptop links liegen ließen.

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Kati 01/22/2011 20:34


Liebe Grüße an Shy Shuker! Ich hoffe Du hast eine schöne Zeit in Petah Tikva. Ich selbst hatte dort vor einigen Jahren also Volontär eine super Zeit. Wer ist denn inzwischen Leiter? Und welche
residents sind sonst noch da? Vielleicht Shiran?


felix.israel.over-blog.de 01/31/2011 09:03



Leiter ist momentan Marta.


Shiran ist noch da...und Shy Klein, Shy Resnik, Taila etc...



Dodel 08/16/2010 11:41


Hey, sexy badehose ;)