7. Woche (06.09 - 12.09.2010) + 8. Woche (13.09 - 19.09.2010)

Veröffentlicht auf von felix.israel.over-blog.de

Vorab:

 

In den letzten Tagen habe ich mich durch das Wirwarr der over-blog Konfigurationen gekämpft (ursprünglich eine französische Seite - und mein französisch ist nicht so gut ;) ) und habe weitere Videos vom Wochenendseminar in Karei Deshe hochgeladen. Unter Anderem auch meine Theatergruppe und den Gewinnerbeitrag der Song Gruppe.

 

In der Woche vom 06.09 - 12.09 ist generell  nicht so viel passiert, außer der täglichen Arbeit und am Donnerstag dem 09.09 war Rosch HaSchana. Rosch HaSchana ist nach dem jüdischen Kalender das Neujahrsfest und wird gehandhabt wie Schabbat, also dürfen Juden nicht arbeiten. Zur Feier des Tages hab ich abends Kaiserschmarrn gemacht. Am Sonntag den 12.09. wurde in Israel auf Winterzeit umgestellt, allerdings ohne das man uns das mitteilte, sodass wir am Sonntag schon um 5 Uhr anstatt um 6Uhr auf der Arbeit erschienen.

 

Montag 13.09:

 

Am Montag hab ich von 6-8 Uhr und von 15-21 Uhr gearbeitet. Dazwischen war ich mit Rahel in der Mall (Canyon Gadol) am Stadtrand von Petach Tikwa, wo ich mir und Dabsel ein Schnorchelset für den bevorstehenden Ausflug nach Caesarea kaufte.

 

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 So ein Schnorchelset will erprobt sein. . .

 

 

Dienstag 14.09:

 

Am Dienstagmorgen fuhr ich mit Dabsel und Susi aus der Altenheim WG Richtung Norden nach Caesarea. Hierbei mussten wir dann in Or Aquiba aussteigen und die restliche halbe Stunde nach Caesarea zu Fuß bewältigen. Caesarea ist einfach wunderschön! Ausgrabungen aus allen Epochen der letzten 2000 Jahre und das direkt am Meer.  

Herodes der Große gründete die Stadt 22 v. Chr. Nach der römischen und arabischen Episode, dachten die Kreuzfahrer bei der Erstrmung 1101 hier den Heiligen Gral, die Trinkschale Christi beim letzten Abendmahl geunden zu haben. Außerdem zerstörte Saladin die Stadt 1187 und Richard Löwenherz baute sie 1191 wieder auf. Der Beginn der archäologischen Ausgrabungen war mit der Gründung eines Kibbuz 1940, als man beim Ackerbau zahlreiche interessante Entdeckungen machte.

Hauptsächlich ist in Caesarea aber die römische Epoche sichtbar und dort noch ein sehr gut erhaltenes Amphiteater und einen versunken Hafen. Letzteren wollten wir uns dann auch noch aus der Nahperspektive zu Gemüte führen, alleridings durfte man dort.wo die Hauptfundstücke sind, nicht schnorcheln, sodass wir uns ein kleinen Randstrandgebiet suchten, wo auch noch Reste vom Hafen zu sehen war. Nun also kamen mein Schnorchelset und meine Unterwasserkamera zum Einsatz.

 

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 Dabsel, ich und Susi in Caesarea

 

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 Das gut erhaltene Amphitheater. Zu römischen Zeiten konnten hier 5000 Menschen Gladiatorenkämpfe begutachten. Heutzutage singen hier 3500  Sarid Hadad oder Schlomi Schabbat vor 3500 Zuhörern.

 

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 Da kommt Freude auf. . .

Bild: Susi

 

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Auch der Meerblick in Caesarea kann sich sehen lassen. . .

Bild: Susi

 

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Blick auf Caesarea. Im Vordergrund das 300m lange Hippodrom. Auf den Zuschauerrängen fanden einst 20.000 (!!!) Menschen platz.

 

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Unsere Schnorchelstelle :)

 

 

 

Nachdem wir alle unseren entstandenen Sonnenbrand ein wenig pflegten, machten wir uns auf, um weiter nach Haifa zu fahren. Leider verpassten wir den Bus, den wir nehmen wollten, um eine Minute, sodass wir eine halbe Stunde in Or Aquiba warten mussten.

 

 

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Unsere Route für Dienstag/Mittwoch

Bild: Google Maps

 

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Ganz knapp verpassten wir den Bus

 

 

Nachdem wir dann endlich den nächsten Bus nehmen konnten und wir in Haifa ankamen, begrüßten uns unsere vier Haifavolontärinnen in ihrer Wohnung. Dort wohnten wir noch dem hiesigen Hauskreis bei.

 

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Haifa bei Nacht. Ganz links über den letzten Lichtern an der Küste, ist die Israelisch - Libanesische Grenze.

 

 

Mittwoch 13.09:

 

Mittwoch morgen machten wir uns früh auf den Weg, da wir mit einer Seilbahn der Berg Karmel hinauf fahren und ein Karmeliterkloster besuchen wollten. Allerdings machte uns hierbei unser Sonnenbrand und die allgemeine Erschöpfung einen Strich durch die Rechnung. Wir fuhren erst mit der Karmelit, der kleinsten Untergrundbahn und einzigen unterirdischen Seilbahn , an die Küste. Dort wollten wir den Weg zur Seilbahn westwärts zu Fuß bewältigen, allerdings gaben wir auf halber Strecke auf und entschieden uns durch die German Colony (ein schönes Viertel in Haifa) zum Haifa Museum of Art zu gehen. Dort sollten laut meinem Reiseführer mindestens ein paar Chagall und Dali auf uns warten. Außerdem wurde noch eine moderne Videoausstellung angepriesen. Letztere war auch tatsächlich vor Ort. Aber Alles in Allem war die Videoausstellung sehr gelungen. (Ein Video habe ich auch im Free Web gefunden. Nämlich hier.) Thema war  Israel und seine gesellschaftlichen und politischen Probleme, sowie die Geschichte der Gewalt. Beeindruckend fand ich vor Allem das Video "Playground" von Malki Tessler. In diesem Video setzt sich Malki Tessler auf einem Kinderspielplatz auf die Rutsche und lässt kein Kind mehr rutschen. Das Ganze ist eine Liveszene und nicht gestellt. Affällig hierbei ist, dass im ersten Teil des Videos viele Eltern sehr schnell physische und wörtliche Gewalt anwenden, damit ihre Kinder rutschen können. Im zweiten Teil haben es die Eltern aufgegeben und die Kinder adaptieren das Verhalten ihrer Eltern und schleifen die Künstlerin vereint von der Rutsche und selbst als diese schon am Boden liegt, "schlagen" immer weiter auf sie ein. Sofern man bei Kleinkindern schon von Schlagen reden kann.

Abends fuhren wir dann wieder zurück nach Petach Tikwa, wo wir noch zum Hauskreis in die Altenheim WG fuhren.

 

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Haifa bei Tag

 

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Die German Colony. Im Hintergrund ist der Bahaigarten zu sehen.

 

Donnerstag (16.09) und Freitag (17.09) passierte nichts aufregendes.

 

Samstag 18.09:

 

Samstag war der höchste jüdische Feiertag Yom Kippur (Versöhnungstag - Früher wurden an diesem Tag im Tempel geopfert und nur an diesem Tag das Allerheiligste betreten), an dem ich allerdings von 8 Uhr - 21 Uhr arbeitete.

 

Sonntag 19.09:

 

Am Sonntag hatte ich frei und schlief bis Nachmittags. Abends bin ich dann mit der Altenheim WG in deren Sprachkurs (Ulpan) gegangen, für den wir uns auch anmelden wollten.

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